Zwei Ananasse

“A flower does not think of competing with the flower next to it. It just blooms.”🌼

(Zen Shin)

Konkurrenz, Wettbewerb und Neid gehen oft Hand in Hand. Aber das ständige Vergleichen mit anderen ist nicht gut. Was man stattdessen tun sollte, erfährst Du hier.

Mein Haus, mein Auto, mein Boot – vor Jahren gab es einen Werbespot der Sparkasse, der ein Klassiker der deutschen Werbegeschichte geworden ist. Er zeigt, dass Neid, Konkurrenzdenken und Wettbewerb in unserer Wirtschaft etwas Positives darstellen. Ein anderer Spot, der in eine ähnliche Kerbe haut wie der Spot der Sparkasse, ist die Werbung von Wüstenrot, dort heißt es: „Ihre Nachbarn: neidgelb. Ihr neuer Pool: azurblau. Ihre Finanzierung: wüstenrot“. Solche Werbespots machen den Eindruck, als sei Neid der Motor unserer Wirtschaft. In der Kulturgeschichte ist Neid etwas Schlechtes. In der Religion sogar eine Todsünde. Doch muss man auch zugeben, es gibt sicherlich niemanden, der in seinem Leben noch nie einen Anflug von Neidgefühlen empfunden hat. Und in unserer Leistungsgesellschaft, wo auch Konkurrenzdenken einen großen Platz einnimmt, ist auch der Neid vorprogrammiert.

Konkurrenz jedoch ist eher positiv konnotiert. Konkurrenzfähig zu sein bedeutet, dass man sich im Wettbewerb behaupten kann – und das wird positiv wahrgenommen. Wir alle stehen ja irgendwie im Wettbewerb zueinander. Dennoch finde ich, ist es nicht richtig, immer nur auf den Anderen zu schielen. Danach zu schauen, was der Andere besser macht. Denn mal ehrlich, wenn ich mich immer mit anderen, die besser sind vergleiche, dann werde ich zwangsläufig unzufrieden. Wenn man sich immer an anderen Menschen misst, dann steigt das Ressentiment, der Neid, die Antipathie. Damit steigt auch die innere Anspannung und dann verliert man sein Ziel aus den Augen – das kann dann auch in schlechteren Leistungen resultieren.

Stattdessen sollte man etwas anderes versuchen. Aus gutem Grund sagt auch Matty Mullins folgendes: „The only person you should try to be better than is the person you were yesterday“. Und genau das habe ich als richtig erkannt: Zu versuchen, sich nur mit einem Menschen zu messen: Mit sich selbst. Danach zu streben, jeden Tag  die eigene Leistung zu überbieten und höhere Stufen zu erreichen. Und in dem Bestreben, die eigene bessere Version seiner selbst zu werden, auch keine Angst vor Neidern zu haben. Sicherlich, wer Angst vor Kritik hat, der sollte nichts tun, sich möglichst nie exponieren und „niemals den Kopf über die Menge hinausstrecken, damit die Neider nicht bemerken und angreifen“.  Aber: Kritik ist ein Zeichen dafür, dass Deine Persönlichkeit Gewicht hat. Also etwas Positives.

Categories:

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.