Eine Freundin von mir hat mich auf das FLOW Summit 2021 aufmerksam gemacht. Ein Online-Kongress, der im März 2021 stattfand. Das Summit fand zum fünften Mal in Folge statt und behandelte viele spirituelle und Mindstyle Themen. Ich nehme an dem Summit teil und berichte hier von meinen Erfahrungen.

Hilfreiche Gedanken

Kay Pollak, Dozent, Autor für Persönlichkeitsentwicklung und Filmregisseur (unter anderem vom Oscar-nominierten Film „Wie im Himmel“) erzählt in seinem Vortrag von einigen Gedanken die ihm helfen und von falschen Glaubenssätzen, die er mit sich herumgetragen hat. Einige der Gedanken sind:

  1. Deine einzige Aufgabe im Leben ist es, Dich selbst glücklich zu machen.
  2. Du entscheidest, welche Gefühle du erlebst.
  3. Heute ist der erste Tag vom Anfang meines restlichen Lebens.
  4. Die Vergangenheit gibt es nicht.
  5. Genau in diesem Moment erschaffst du deine eigene Welt mit den Gedanken, die du wählst zu denken.
  6. Ändere Deine Überzeugungen und verbessere deine Voraussetzungen um dich dorthin zu versetzen.

Kay Pollak erzählt von der Kraft der Gedanken: „Ändere dein Denken darüber, was du sehen willst, und die ganze Welt ändert sich“ sagt er oder „Verändere deine Überzeugungen und du änderst dein Leben“.

Außerdem erzählte er von diesem falschen Glaubenssatz, den er hatte. „Tief in mir war dieser Gedanke: Du bist nicht gut genug. Aber ich war nicht der Einzige damit.“ Er sagt, er habe sein ganzes Leben mit diesem Gedanken gelebt. Kultur, Schule, Medien und Kirche bombardieren einen mit diesem Gedanken. Aber er sagt auch: „Verstehe dass der Gedanke nicht wahr ist“. Seine Überzeugung: Niemand wird mit dem Gedanken geboren, die Kultur bürdet einem das auf. Und: Niemand außer Dir kann den Gedanken ändern. Andere können Dich unterstützen und dir helfen, aber erst muss ich selbst an dem Gedanken arbeiten. Dann erkenne ich, dass das wahr ist: Ich bin einzigartig und gut genug. „Kein Schnee Kristall gleicht einem anderen, jeder ist ein vollkommenes Wunder, so auch die Menschen.“

Über den Sinn des Lebens

Tom Mögele ist ein weiterer Redner, den ich mir angesehen habe. Er sagt: Der Sinn des Lebens ist, sich schnell wieder zu regenerieren und sich immer weiter zu entwickeln, sich permanent in eine andere Ebene begegnen. Viele Menschen sind aber dennoch im Alter nicht entwickelt – sie haben den Fokus nicht auf Persönlichkeitsentwicklung gelegt. „Viele Menschen kommen nach der Schule in einen Beruf, um Geld verdienen zu müssen und möchten diesen Beruf aber nicht, und mögen ihn nicht. Und jeden Tag, wenn ich in diesem Beruf arbeite, verliere ich mehr Energie und entwickle mich eigentlich zurück. Wir sagen dazu „ a long way down“ – ein langer Weg runter. Ab dem ersten Moment, in dem ich die Entscheidung treffe, dass ich irgendwo arbeite, um Geld zu verdienen, weil es ja notwendig ist, und ich keinen Spaß daran habe, beginnt der Rückschritt.“ Wenn ich solch ein „normales Leben führe, kann es irgendwann im Alter passieren, dass ich immer weniger werde. Und irgendwann bin ich im Alter so, dass ich zwar Geld habe, aber mit dem Geld nichts mehr anfangen kann.“ Umgekehrt wäre es jedoch besser, sagt Mögele, dann könnten wir im Alter unser Wissen an Jüngere weitergeben. Heute ist es so dass viele der Alten Menschen in Pflege- oder Altersheimen sind und das Wissen irgendwie verloren geht. Seine Idee gegen „a long way down“ ist also, dass man jung bleibt, wenn man immer neue Dinge ausprobiert.

Ich fand den Beitrag gut, aber ein wenig dünn. Nach Ansicht des Redners, ist der Sinn des Lebens, sich permanent weiterzuentwickeln, dadurch, dass man immer neue Dinge ausprobiert. Aber Sinn des Lebens kann ja noch vieles andere sein. Dennoch hat er für mich etwas Wichtiges gesagt: Wenn man sich selbst nicht weiterentwickelt, dann bleibt man stehen und hat im Alter eventuell das Nachsehen. Und: Ziel ist es eigentlich, im Alter sein Wissen weitergeben zu können. Deshalb sollte man immer neues ausprobieren und versuchen sich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

Fazit

Es gibt viele Beiträge, die ich mir nicht angesehen habe. Bei manchen schreckt mich auch der Titel: “Überleuchtende Erzengel – Wie sie auf unser Leben wirken” ist so ein Titel oder: “Finde deinen Seelenpartner” und: “Zurück zum Ursprung. Die Reise in dein natürliches, kraftvolles Selbst”. Ich glaube diese Themen – auch wenn sie mit Sicherheit den ein oder anderen neuen Gedanken anregen – sind mir zu abgehoben.

Die Idee einen Kongress Online abzuhalten ist jedoch toll. Auch die Tatsache, dass der Kongress umsonst ist. Das könnte als Modell für andere Online-Kongresse dienen. Inhaltlich fand ich das FLOW-Summit, das natürlich viele Themen rund um neue Spiritualität und Meditation angeboten hat, etwas esoterisch. Die Beiträge, die ich mir angeschaut habe, haben mir aber dennoch ein paar neue Gedankenanstöße gegeben.  

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