Heute möchte ich über Schönheitsideale schreiben. So lange lag auf mir der Druck immer schön aussehen zu müssen. Doch in diesem Blog-Beitrag erkläre ich, warum ich das nicht mehr möchte.

Die Schwierigkeiten mit meiner Figur begannen in der Pubertät (oh Wunder), als sich mein Körper veränderte. Das hält nun aber leider bis heute an, da mein Körper sich immer weiter und immer wieder verändert hat.

Als Mädchen schämte ich mich beispielsweise für meinen Po. Und das wurde leider auch von meiner Mutter, meinem Bruder und anderen Menschen immer wieder kommentiert – und zwar negativ. Alle haben Erwartungen an meinen Körper, seit meiner Pubertät…Aber es ist doch so: Mein Körper gehört mir. Er ist mein Tempel und ich darf mich an ihm freuen, darf ihn schön finden, auch wenn er nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht.

Meine Mutter rät mir heute noch, alles Mögliche an mir zu kaschieren. Mein Bauch, weil er zu unansehnlich ist, meine Beine, weil sie zu dick sind, meinen Po…sowieso. Ich soll keine kurzen Röcke tragen, damit man meine Beine nicht sieht. Ich soll lange Hemden tragen, damit man meinen Po nicht sieht. Und weite Hemden, die den Bauch kaschieren. Kaschieren, verdecken, verstecken.

Aber wieso eigentlich?

Ich sehe nicht ein, weshalb ich mich verstecken soll. Warum ich alles Mögliche an mir kaschieren muss. Warum ich auf Biegen und Brechen immer gängigen Schönheitsidealen entsprechen soll. Für wen denn eigentlich? Nur dafür, dass mich Männer attraktiv finden?

Warum hat es immer noch so viel Macht, was Männer wollen, denken, fühlen. Und warum lassen sich Frauen damit immer noch so einschüchtern? Sogar meine Mutter, die doch in so vielerlei Hinsicht emanzipiert ist. Fragen über Fragen.

Ich jedenfalls finde es teilweise ziemlich absurd, was als schön und was als hässlich gilt. Ein Beispiel: Wenn Frauen einen dicken Bauch haben, weil sie schwanger sind, dann ist das oft nicht mit Scham besetzt. Der Bauch wird überall stolz gezeigt (so meine Erfahrung). Und das ist auch ok so. Aber mein Bauch sieht mittlerweile auch aus, wie eine Kugel und ich werde ständig gefragt, ob ich schwanger bin. Das ist für die anderen und auch für mich teilweise unangenehm, wenn ich dann sagen muss, dass ich „nur dick“ bin und nicht schwanger.

Es gehört Selbstvertrauen dazu, zu sich zu stehen. Egal, wie man aussieht. Und doch ist es nur eine gedankliche Perspektivveränderung. In der Tierwelt gibt es so viele unterschiedliche Körper und ich frage mich, ob sich der Elefant mit seinem dicken Bauch jemals gefragt hat, weshalb er nicht so dünn ist, wie die Giraffe…

Was ich sagen will ist: Wir sind alle unterschiedlich. Wir haben unterschiedliche Körper und das ist völlig ok so. Niemand sollte sich dafür schämen, wie er oder sie aussieht. Auch ich nicht.

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